Ambitious Design: Fashiondesign auf der Höhe der Zeit

Ambitious Design auf dem Vormarsch

Verena Geistlich ist eine Designerin in der aufstrebenden Modestadt Berlin. Ihre Entwürfe sind spektakulär und haben in der Modebranche bereits für Aufsehen gesorgt, ein Ambitious-Flagshipstores in Berlin ist bereits in Planung. Wir sprachen mit der Designerin über Farben, Kunst und aktuelle Trends.

Würden Sie sagen, dass Sie mit Ambitious Ihren Traum leben?

Plakativ könnte man das so sagen, absolut ich lebe meinen Traum! Differenzierter sehe ich mich und „Ambitious“ auf einem Weg, einem Weg, der uns unseren Träumen näher bringt. Dieser Weg ist ein extrem energiegeladener – aber ein sehr glücklicher, ja! Wie alles im Leben erfordert der natürlich Anstrengung, eine gewisse Disziplin und auch ein Abschied nehmen von vielen Konventionen und Gewohnheiten, was auch gut und wichtig ist.

In Ihrer aktuellen Kollektion dominieren Schwarz und Weiß. Warum?

Schwarz und Weißbilden für mich eine atemberaubende Symbiose wie Tage und Nächte, selten liegen Einklang und Unterschied auf surreale Art und Weise so nah zusammen.

Harmonie in der Disharmonie und andersherum.

Collection Morbide Fall/Winter 2012/2013 © Verena Geistlich


Sie sagten einst ihre Mode hängt eng mit Kunst zusammen…

Kunst und Mode sind meiner Meinung nach untrennbar miteinander verknüpft. Meine Ideen für Formen und Farben erhalte ich insbesondere aus der Kunst. Schon als kleines Kind hat mich Kunst, insbesondere die Malerei fasziniert und in meinem Kinderalltag kräftig inspiriert und geleitet. Auch heute werde ich immer wieder inspiriert durch Arbeiten von Salvatore Dali, Rene Magritte und Otto Dix. Ich habe eine Passion für Abstrakte Formen, daher sind viele der „Ambitious“-Schnitte auch sehr experimentell. Zum Beispiel ist es für mich äußerst Interessant aus einem fließenden Stoff eine andere Form entstehen zu lassen. Diesen Prozess kann man sowohl in der Kunst, wie z.B. bei Dalis zerfliesenden Uhren oder Thomas Schüttes Skulpturen als auch in der Mode beobachten.

In Ihren bisherigen Kollektionen dominieren meist zwei Farben. Wann können wir eine bunte Geistlich-Kollektion erwarten?

Die „Ambitious“-Linie lebt auch in den Augen unserer Kunden von den besonderen Details und einer durchdachten Schnittgestaltung welche eher mit dem Kontrast von Härte und Fluss spielt. Kräftige Farben oder Muster würden viele der Schnitte eher überblenden und schlussendlich zu konkurrierend wirken.

Collection Morbide Fall/Winter II 2012/2013 © Verena Geistlich


Was erwartet unsere Augen auf Berlins Straßen im kommenden Frühjahr/Sommer?

Um diese Frage zu beantworten muss man ja kein Orakel sein, ich bin jedenfalls oft gelangweilt von der Berechenbarkeit der Mode auf den Berliner-Straßen.

Wir werden weiterhin die relativ unkreative Uniformierung derjenigen erleben, die eigentlich „ganz anders sein möchten“ und die damit ohne es zu merken einen „every-corner-mainstream“ begründet haben. Aber zum Glück auch genau die Menschen, die wirklich den Mut haben sich selber darzustellen und dabei genauso stilvoll wie authentisch sind. Dazu leisten wir gerne jederzeit einen Beitrag. (lacht)

Ambitious Design Logo © Verena Geistlich

Skizzieren Sie bitte kurz einmal den Prozess, der hinter Ihrer Arbeit steht.

Inspiration finde ich nicht nur wie schon erwähnt in der Kunst, sondern auch in alltäglichen Dingen. Dinge und Menschen die ich erlebe und sehe. Das Leben bietet ja unendliche Möglichkeiten sich kreativ zu entfalten und vor allem kreativen Input aufzunehmen.
Mancher Input reicht als Initialzündung zum Start einer neuen Kollektion. Es folgen Stoffauswahl und das Entwerfen der Designs. Zeitgleich beginne ich Schnitteile anzufertigen und das ein oder andere Detail an einer Puppe zu drapieren. Parallel dazu arbeiten wir an diversen anderen Dingen wie z.B. dem Shooting-Konzept.
Wenn alles passt werden die Musterteile angefertigt und die endgültige Kollektion formiert sich. Pünktlich zur „fashion-week“ kann die Kollektion dann geordert und getragen werden.

Ohne finanzielle oder Ressourcen-abhängige Grenzen: Welches Projekt würden sie als erstes umsetzen?

Die Frage ist recht verführerisch, aber wenn man genau darüber nachdenkt, was dies bedeuten würde, dann wäre dies natürlich prioritär ein Charity-Projekt enormen Ausmaßes.
Konkret auf die Struktur von „Ambitious“ bezogen, würden wir die sehr guten internationalen Ansatzpunkte am Markt, die sich für uns im letzten Jahr ergeben haben mit einigen Ambitious-Flagshipstores in Metropolen parallel zu Berlin deutlich schneller aufnehmen und feedbacken können.

Die Designerin Verena Geistlich © Verena Geistlich