Naherholungsgebiet: öffentlicher Parkplatz! Der Parking Day machts möglich!

Grüne Invasion auf Parkplätzen

Beim alljährlich am 21. September stattfindenden Parking Day, einer globalen Open-Source-Veranstaltung, treffen sich Aktivisten und Künstler, um städtische Gebiete in temporäre öffentliche Parkanlagen zu verwandeln. Seinen Ursprung fand der Parking Day November 2005, als Künstler von „Rebar“, einem in San Francisco ansässigen Kunst- und Designatelier, einen Parkplatz in eine öffentliche Parkanlage umwandelten. Seitdem hat sich der Parking Day zu einer weltweiten Bewegung entwickelt. Unabhängig von „Rebar“ schaffen Organisationen und Einzelkünstler neue Formen von öffentlichen Räumen in städtischen Gebieten, in der Regel auf Fahrzeugparkplätzen, weltweit nach festgelegten Richtlinien.



Die Mission des Parking Days ist der Fokus auf die Notwendigkeit urbaner Freiflächen

Dabei haben es sich die Aktivisten des Parking Day zur Mission dieser Veranstaltung gemacht, den öffentlichen Fokus auf die Notwendigkeit von mehr urbanen Freiflächen und Parkanlagen zu lenken. Dabei wollen sie eine öffentliche Diskussion darüber entfachen, wie die Qualität des städtischen Lebensraums für die Stadtbevölkerung verbessert werden kann. Die Aktivisten des Parking Days versuchen mittlerweile eine Vielzahl sozialer Probleme in den verschiedensten Städten weltweit nach außen hin zu präsentieren und offenzulegen. Dabei zeigen sie verschiedene Interventionen und Experimente, um der Bevölkerung die sogenannte „Baum-Bank-Rasen“-Philosophie von „Rebar“ näherzubringen.


Eine der ersten Parking-Day-Aktionen in Deutschland fand 2007 in München statt

In den letzten Jahren wurden in vielen Städten Bäume gepflanzt, Rasen ausgesät, urbane Parkanlagen angelegt, Kunstwerke enthüllt und ökologische Demonstrationen veranstaltet. Auch in Deutschland verbreitete sich die Philosophie des Parking Days. So fand eine der ersten Aktionen im Rahmen dieser Bewegung am 21. September 2007 in München statt, die Aktion wurde vom „Green City e.V.“ initiiert. Dabei verwandelten die Aktivisten zwei Parkplätze in der Sendlinger Straße in einen Miniaturpark mit Rollrasen, Pflanzen, Sonnenschirmen, Liegestühlen und Tischen.

Gemeinnützige Vereine werden unterstützt

In diesem ersten Miniaturpark in München ließen sich Passanten nieder und genossen die willkommene Abwechslung auf den sonst grauen Parkplätzen. Im Rahmen dieser Aktionen verstärkte „Green City e.V.“ seine Forderung nach einer Umwandlung der Sendlinger Straße in eine Fußgängerzone.

Die alljährlichen Aktionen zum Parking Day zeigen die wahre Macht des Open-Source-Modells. Die Veranstalter lenken die Aufmerksamkeit auf für sie wichtige lokale und öffentliche Themen und ziehen Mitaktivisten an, die sich mit den Zielen und Sichtweisen der Veranstalter identifizieren können.


Der Parking Day als politisches Mittel

Politische und gesellschaftliche Themen wie beispielsweise Umweltpolitik, Gesundheit, Wasserschutz und auch die Gleichstellung der Ehe unterstützen die Ursprungsvisionen des Parking Days. Dies sind die Vorstellungen, der Stadtbevölkerung dabei zu helfen, ihren urbanen Lebensraum neu zu definieren und die Stadtgebiete den gesellschaftlichen Bedürfnissen nach mehr Lebensqualität mehr und mehr anzupassen.